Nutzerhinweise für Keller

1. Beheizung und Belüftung

In jedem Haushalt belastet Wasserdampf durch Kochen, Duschen, Pflanzen, Atmung der Bewohner usw. die Raumluft. Eine vierköpfige Familie erzeugt täglich etwa 10 Liter Wasser.

Maßnahmen gegen Schimmel

Ausreichende Beheizung ist nicht nur für das Wohlbefinden der Bewohner, sondern auch für den Erhalt der Baukonstruktion erforderlich. In unbeheizten Räumen kühlen die Wände und Decken zu stark aus. Auf den kalten Oberflächen schlägt sich wie auf einem kühlen Weinglas die Luftfeuchtigkeit nieder, wenn die Luft den sogenannten Taupunkt erreicht. Dieser Vorgang ist unabhängig von der Bauweise. Geschieht dies häufiger, siedeln sich Schimmelpilze an. Neben den gesundheitlichen Beeinträchtigungen riecht es in diesen Räumen muffig.

Um dies zu vermeiden, sollten hochwertig genutzte Keller mindestens auf 15 bis 16 °C beheizt werden. Dabei sollte die relative Luftfeuchtigkeit nicht über 65 % steigen. Neben der Beheizung ist deshalb regelmäßiges Lüften erforderlich. Die Temperatur der Bauteiloberflächen bleibt so ausreichend hoch und fällt nicht auf den Taupunkt ab.

richtig Lüften

Im unbeheizten Untergeschoss besteht die Gefahr von Tauwasserniederschlag nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch im Sommer. Damit über geöffnete Kellerfenster  im Sommer nicht zu viel Luftfeuchtigkeit in den Keller gelangt, sollte eine gründliche Lüftung möglichst nur morgens stattfinden. Dann hat sich der Wasserdampf der Außenluft als Tau niedergeschlagen. Schlafzimmer, Arbeitszimmer u.ä. genutzte Räume im Keller sollten deshalb gezielt belüftet und wenn dies nicht ausreicht, leicht beheizt werden.

2. Frostschutz

Zu Beginn der Frostperiode sind alle Außenwasserhähne zu entwässern. Deren Zuleitung hat im Haus einen Abstell- und Entwässerungshahn. Nach Schließen des Abstellhahnes wird das Rohr bei aufgedrehter Außenzapfstelle entwässert.

3. Schutz gegen überschwemmte Keller

An der tiefsten Stelle des Kellers, meistens in der Waschküche, befindet sich eine Rückstausicherung. Sie verhindert, dass bei sehr starken Regenfällen und überlaufenden Abwasserkanälen dass Abwasser in den Keller zurückstaut und diesen überschwemmt.

Im Gegensatz zu automatischen Rückstausicherungen, müssen mechanische Rückstausicherungen bei entsprechenden Regenfällen geschlossen und später wieder geöffnet werden.

 

4.Schutz gegen Regenwasser

Dränagen führen bei weniger durchlässigen Böden überschüssiges Regenwasser ab. Fachgerecht verlegte Dränagen haben Kontrollschächte für eine Überprüfung der Funktion und ein evtl. erforderliches Durchspülen. Eine jährliche Überprüfung wird empfohlen. Dazu wird die Dränage über den Kontrollschacht mit Wasser gefüllt. Sinkt der Wasserspiegel nicht sichtbar ab, muss die Dränage freigespült werden.

5. Ordner mit Betriebsanleitungen anlegen

Legen Sie sich einen Ordner mit Betriebsanleitungen an, in den Sie Anleitungen für die Heizung, funkgesteuerte Garagentore, Elektoherde usw. ablegen. Hier gehört auch der Energiepass entsprechend der Energieeinsparverordnung hinein.

6. regelmäßige Wartungsarbeiten

  • Drainagerohre regelmäßig durchspülen.

  • Regenrinnen müssen von Laub befreit werden.

  • Entwässerungsrinnen und Bodenabläufe in den Freiflächen sind zu säubern